Winde

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Am 12. Juli 2006 wurde die neue Startwinde „Skylaunch 3" an den Verein ausgeliefert und löste damit die alte 35 jährige Doppeltrommelwinde ab, die seit 1990 im Vereinsbetrieb war und insgesamt über 50.000 Segelflugstarts durchgeführt hatte.

 

 

Die neuen Flugzeuggenerationen verlangten der guten alten Winde die allerletzten Reserven ab. Ausfälle wurden immer häufiger. Die Unterhaltung unserer Nostalgiewinde wurde von Jahr zu Jahr kostspieliger, weil Ersatzteile kaum noch zu beschaffen oder extra angefertigt werden mussten, so dass bereits im Jahr 2002 eine intensive Diskussion innerhalb der Segelflugsparte über verschiedene Lösungsmöglichkeiten einsetzte. Das Ziel war schnell definiert: es sollte eine neue Winde sein.

Nach Sondierung des Marktes, sofern denn überhaupt von einem Markt gesprochen werden kann, wurde klar, dass es sich in Anbetracht einer Investitionssumme von ca. 80.000 € um ein sehr ehrgeiziges aber nicht unmögliches Projekt handelte. Nach intensivem Abwägungsprozess der verschiedenen Windenkonzepte, wurde im Oktober 2003 ein erster Probebetrieb auf unserem Flugplatz mit der Fa. Skylaunch und deren Winde „Skylaunch 3" durchgeführt. Während mit der vereinseigenen Winde an diesem Tag Schlepphöhen von nur 250 m erreicht worden sind, konnten bei der Vorführwinde deutlich höhere Schlepphöhen verzeichnet werden. Der Tagesrekord mit unserem Schulungsdoppelsitzer ASK 21 lag bei 420 m.

Überzeugend war neben der erreichten Ausklinkhöhen auch die Bedienungs- und Wartungsfreundlichkeit, sowie die Verwendung von ausschließlich fabrikneuen Komponenten.

Um mit der Zeit zu gehen und auf einen modernen Gerätefuhrpark zu kommen, entschloss sich die Segelflugsparte im Februar 2004, eine neue mit Flüssiggas betriebene Skylaunch 3 (GM 7,4 Liter V8, 340 PS) anzuschaffen. Flüssiggas ist nicht nur im Vergleich zu Diesel und Benzin kostengünstiger, sondern auch sehr umweltfreundlich (ca. 80% weniger Schadstoffe).

Im April 2004 war es nun Aufgabe des Projektverantwortlichen und damaligen Segelflugreferenten Roland Reugels, im Rahmen der Jahreshauptversammlung, den Gesamtverein von diesem für die Segelflieger so wichtigem Projekt zu überzeugen, was mit deutlicher Mehrheit auch gelang.

Die Weichen waren damit gestellt und nachdem die finanziellen Grundlagen dann ebenfalls geschaffen werden konnten, wurde die Sache im Frühjahr 2006 perfekt gemacht.

Die Windenfahrer erfreuen sich seit dem an dem leichten Handling der Neuen und die Piloten über die höheren Ausklinkhöhen.

Die Segelflieger sind stolz auf ihre neue Startwinde und darauf, ein sehr ehrgeiziges Projekt erfolgreich umgesetzt zu haben.