Segelflug FAQ

FAQs - Die häufigsten Fragen rund ums Segelfliegen

 

Ist Segelfliegen teuer?

Nein! Es ist jedenfalls nicht teurer als beispielsweise Skifahren, Surfen, Squash oder Tennisspielen. Für Jugendliche wird das Fliegen durch günstigere Beiträge noch preiswerter.

 

Muss man ein eigenes Segelflugzeug kaufen?

Nein, der Verein stellt seinen Mitgliedern Segelflugzeuge zur Verfügung, die den fliegerischen Fähigkeiten der Piloten entsprechen.

 

Ist Segelfliegen gefährlich?

Nein! Die Flugzeuge sind technisch ausgereift. Einen Motor, der ausfallen könnte, gibt es nicht. Die Festigkeit eines Segelflugzeuges ist wesentlich höher als die einer modernen Verkehrsmaschine. Jedes Flugzeug wird durch einen vom Luftfahrt-Bundesamt lizenzierten Prüfer jährlich kontrolliert. Trotzdem: Ein Restrisiko durch menschliches Versagen lässt sich auch in der Segelfliegerei nicht völlig ausschließen. Allerdings kann jeder Pilot durch die nötige Disziplin, den Respekt vor dem Sport und dem regelmäßigen Training diesen Risikofaktor entscheidend beeinflussen.

 

Gibt es Altersgrenzen?

Jeder Jugendliche ab 14 Jahren und jeder noch Junggebliebene, dem es der Fliegerarzt erlaubt, kann Segelflieger werden. Der Luftfahrerschein wird allerdings erst am 16. Geburtstag ausgehändigt, auch wenn man die Prüfung schon vorher abgelegt hat. Er gilt dann unbefristet, wenn man die erforderlichen Mindestflugleistungen innerhalb dieser Zeit erbracht hat und der Fliegerarzt einverstanden ist.

 

Wie fliegt ein Segelflugzeug?

Segelflugzeuge brauchen zum Fliegen keinen Wind. Sie fliegen auch - und genauso gut - wenn es windstill ist. Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um - solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss. Moderne Segelflugzeuge können bis zu 250 km/h erreichen. Der Höhenweltrekord liegt bei 14.000 Metern, die weiteste geflogene Strecke bei 2.050 km.

 

Wie kommt es, dass Segelflugzeuge viele hundert Kilometer weit fliegen können?

Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden. Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger. Durch ständiges Kreisen bleibt er innerhalb des Aufwindes und klettert mit ihm. Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum übernächsten usw. Manche Segelflugzeuge besitzen einen Motor. Es sind echte Segelflugzeuge, die ohne Motor ebenso gut fliegen. Reicht die Thermik nicht aus, um den Heimatflugplatz zu erreichen, startet der Motorsegler sein Triebwerk und kann so weiterfliegen.

 

Gibt es einen Flugführerschein?

Ja, nur heißt er Luftfahrerschein für Segelflugzeugführer. Man bekommt ihn nach einer gründlichen praktischen und theoretischen Ausbildung, die sich in mehrere Abschnitte gliedert. Die A-Prüfung beendet den ersten Ausbildungsabschnitt mit drei Flügen ohne Lehrer. Bei der B- und der C-Prüfung werden weitere fliegerische Fähigkeiten nachgewiesen. Erst dann steht die staatliche Luftfahrerscheinprüfung an, die die Ausbildung abschließt.

 

Wie lange dauert es, bis man allein fliegen darf?

Im Allgemeinen hängt es von jedem selbst ab, nach welcher Zeit sie/er den ersten Solostart macht. Wie beim Auto-Führerschein auch hat das Lebensalter, die Auffassungsgabe und das Gefühl für den Umgang mit Technik einen Einfluss auf die Dauer der Ausbildung.

 

Was ist wenn...

...man in ein Luftloch kommt?

Nichts, denn es gibt keine Luftlöcher, nur Auf- und Abwinde, die das Flugzeug ganz einfach durchfliegt.

 

...kein Aufwind mehr vorhanden ist?

Nichts, man landet auf dem Flugplatz.

 

...der Flugplatz nicht mehr erreichbar ist?

Dann landet man auf einem geeigneten Feld (AUSSENLANDUNG nicht Notlandung). Jedes Flugzeug ist hierfür konstruiert.

 

...das Schleppseil beim Start reißt?

Hierfür wird in der Ausbildung ein spezielles Verfahren geübt, das jeder Pilot beherrschen muss.